Mit diesem Cook'schen Songfragment möchte ich mich für die längere
Als ich vor wenigen Tagen durch den ersten Schnee, welcher sich vorerst nur in der Luft und nicht am Boden befand, vom Einkaufen nach Hause maschierte musste ich an eine Aussage, welche uns bereits in der ersten Woche als Dogma mitgegeben wurde, denken: "Entweder schneit es im Oktober das erste Mal oder im März. Je nachdem wird es ein standhafter Winter oder das übliche Wetter bleibt einem erhalten." Wenngleich Schneemassen einstweilen noch ausbleiben hatte es die letzten Nächte doch schon meist um und unter 5 Grad Minus. Und während sich der Durchschnittsschwede sich mit Freunden im Norwegerpulli bekleidet ums Kaminfeuer schart um Schweizer Käsefondues zu genießen, zieht des den couragierten Jungen aus dem Herzen Europas mehr den je an die frische Luft.
Die frische Meeresluft beispielsweise. "Sonntag am Meer" war der Gedanke, da ich nun seit über 2 Monaten hier bin und noch immer nicht am Meer war. Bzw: "It's funny, you live in the universe but you never do these things until someone pays a visit."2 Gedacht getan, rein in den Zug, von dort in die Straßenbahn, dann Schienenersatzverkehr also rein in den Bus und schon war man am westlichsten Zipfel Göteburgs angelangt. Da ich keine Ahnung hatte was nun, es war zudem auch schon dunkel, bin ich einer Menschentraube gefolgt. Als die eine Fähre betraten tat ich auch das ihnen gleich. Ich wusste weder wohin die Reise ging noch ob ich für den dreiviertelstündigen Transport finanzielle Mittel entrichten hätte sollen doch hier war ich nun. In Vrångö, eine Insel mit 400 Einwohner und wie auch jede andere Insel des Göthenburg'schen Archipel komplett autofrei. In den zwei Stunden die mir bis zur Rückreise blieben konnte Hafen, Hubschrauberlandeplatz und das einzige Geschäft bewundern. Zudem auch noch einige Fotos von dem verschlafenen doch sympathischen Nest schießen. Diese gesellen sich zu anderen Schnappschüssen des vergangenen Monats auf den sobald frisch geupdaten Fotoblog.
Doch zurück zu den über 2 Monaten die ich bereits hier bin. Denn sind es überdies nahezu auf den Tag genau nur mehr eineinhalb Monate die mir hier in Schweden noch bleiben. Am 17. Dezember hat mich Österreich wieder und ich weiß momentan nicht ob ich darüber lachen oder weinen soll.
Falls es überhaupt zu überschwappenden Gefühlsäußerungen diesbezüglich kommen sollte, verspricht der November doch jetzt schon wenig Zeit für solche zu lassen. Konzerte, Reisen und der omnipräsente Schulkram. Doch nun wiedereinmal genug des Was war, was wird. Für's Erste jedenfalls.
1) Fatboy Slim's "The Rockafeller Skank", Astralwerks 1998
2) Dr. Zoidberg
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