Borås, Schweden, 8 Uhr, die Frisur könnt mir nicht egaler sein.
Mit meinem nach wie vor imposanten Zeitmanagement hatte ich den angepeilten Sonntag als erwählten Tag zum Bloggen versäumt und nun quäle ich mich in frühen Morgenstunden nach durchzechter Nacht Sinnerbringendes zu virtuellen Papier zu bringen. Meine selbst zugeführte Schlafentzugsbehandlung hat mehrere Ursachen. Zum einen scheint mein Zeiteisen reparaturbedürftig zu sein und würde ich zu einer mir angenehmen Zeit das Bett aufsuchen (we're talking 4 to 5 am here) würde ich wohlmöglich noch den Unterricht verschlafen und nichts läge mir ferner. Zum anderen als Ehrerbietung an pipifeine Entdeckungen, welche die Nacht berühmt gemacht haben und vice versa. Der 21.9. im Übrigen auch derwegen ein passender Tag für einen Blog-Eintrag da an diesen vor 38 Jahren ein gewiss(enhaft)er John Bertram Oakes die Op-ed Seite (neu)erfunden hat. In Zeitschriften die Seite wo Nichtjournalisten Platz für länglichere qualitative Leserbriefe bzw. Meinungen eingeräumt wurde. Doch ich erzähle hier sicher nichts Neues.
Da noch vorhin von Zeitmanagement die Rede war: meine Wenigkeit darf sich nun damit rühmen seine (eigentlich ihre, schließlich heißt es ja "die Wenigkeit") erste Bachelorarbeit komplettiert zu haben. Eine von zwei. Half Bakked. Freitag war die Deadline, Freitag hatte ich also bereits einige Schlafentzugsbehandlungen hinter mir. Das gute Stück ging dann unerhofft wegen unerwarteter Tugendhaftigkeit eines Schwurbruders der Pölle Connection sogar auf Postwegen raus. Man bat mich am Postamt sogar den Wert des Packetinhaltes zu beziffern. Ich hatte emsig an den guten Stück gearbeitet und es sogar an einer Seite zusammenheften lassen. Und so schätze ich den Wert der Arbeit nach längerer Überlegung und steigender Ungeduld im Gesichtsausdruck der Postangestellten auf 35 Kronen. Und auf diese horrende Summe wurde das Packet dann auch versichert.
Die Gründe meiner Zeitnot in dieser Angelegenheit mögen vielseitig sein, in gewisser Weise auch auf zwei der wenigen nicht-verzichtbaren Jugendlichen meines Heimatdorfes zurückzuführen sein. Schliesslich war mir von Montag bis Donnerstag letzter Woche Besuch durch meine ältere jüngere Schwester sowie Herb gewährt mit welchen die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf ein Neues erkundschaftet wurden und jeden Tag eifrig, gut und warm gekocht. Unermessliche Weisheit wurde mir in diesen Tagen zuteil, der Protagonist dieses Bloges weiß nun etwa einen schwedischen Trommeltrockner zu bedienen (Wäschetrockner anderer Nationen und Bauarten bedürften wohl weiteren Einschulungen) und das Half Baked mehr als nur ein [disqualifizierende qualifizierende Adjektive hier einfügen] Film ist.
Und um auch noch, vermutlich schlafentzugsbedingten, sozialpsychologischen Experimente einen kleinen Platz der Rubrik neuer jedoch vollkommen nutzloser Erkenntisse einen Platz in meinem Denkapparat einzuräumen: wirklich großartige Lieder werden noch großartiger wenn man sie gleichzeitig mit großartigen Kompositionen des 20. Jahrhunderts unterlegt. Ich würde das Anwählen dieser zwei Verlinkungen durch ein weiteres "großartig" nur zu gerne forcieren doch die Redundanz verwendeter Adjektive bei gleichzeitigen bedenklich beschränkten Repetoir wäre durch die durchlebten Schlafentzugsbehandlungen nicht mehr rechtzufertigen.
Tata! also.
Sonntag, 21. September 2008
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1 Kommentar:
"Well that sure was 36 seconds of screeching strings."
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