Dienstag, 1. September 2009

Eurotrippin' with K - Part 3: "Did somebody order the rapé?"1

Murphy's Law Day für Zugreisende, wiedereinmal. Und bevor dies in einen weiteren Rant über die Unsicherheiten und Eventualitäten des Zugfahrens ausartet, lieber ein paar Worte zu einem spezifischen Ärgernis: TGVs.

Auf der einen Seite meinen manche zwar, sie seien recht flott unterwegs und so weiter und so fort, fragwürdiger Sitzkomfort und Umkosten für Reservierungen auf der anderen Seite sind jedoch eine Farce sondergleichen. Da könnte man sich ja beinahe glücklich schätzen, dass zum dritten Mal auf dieser Reise das Kartenkontingent für Reisende der Interrail-Klasse erschöpft ist und man, anstatt auf den späteren Zug (- 8 Stunden später -) zu warte, sich im vermutlich teuersten Internetcafé von Paris eine Verbindung Paris – Strasbourg mit ausschliesslich Regionalzügen zusammenstellt. Sechs Stunden Fahrtzeit statt zweieinhalb und das inkludiert noch nicht einmal die weiteren notwendigen Umwege: Nachdem der Zug nach Sarrebourg offensichtlich derselbe ist, wie jener nach Saarbruck (Saarbrücken) – die verschiedenen Ortsnamen und Abfahrtszeiten hätten ein klares Anzeichen dafür sein sollen – strandet man in Metz und macht sich stattdessen auf gut Glück auf nach Nancy.

Nancy entlohnt immerhin mit guter Küche (Fritterei!), welche neben sakriköstlichen Pommes auch „Babe“ und „Rapé“ in petto hatte und zwingt einen dann erst recht einen TGV nach Strasbourg zu nehmen. Aber immerhin: nur mehr 3 Euro2 anstatt der 102, die es in Paris gewesen wären.

Auch sehr schön: Beim Reservierungsvorgang/-versuch frage ich die Angestellte am Schalter, ob sie auch englisch spräche, worauf sie mit „no(n)“ antwortet und eilenden Schrittes das Weite sucht. I seriously lost count how often this already happened to me.



1) Ich hätte nie den Tag kommen gesehen, an dem ich Michael Cera quote, ohne dass dies dann gleichzeitig auch ein Arrested Development Zitat ist. Damn you, Roland.
2) pro Person

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