Samstag, 23. August 2008

Namen

"I love riding the train."1 Nach 4 Zugfahrten und 3 Zwischenstopps, welche eine Gesamtzeit von etwa 24 Stunden in Anspruch nahmen, befinde ich mich nun im 3. größten Musikexport-Land der Welt. Und da Zugfahrten unweigerlich Gedanken(irr)gänge begünstigen bleibt mir nun nichts anderes über als über gesundheitlich angegriffene Zugbekanntschaften, zu Russell Crowes Äußeren conguente Kondukteure und en järnvägsstation i Helsingborg zu berichten. Das Bindeglied welche diese Akteure gleichsam zu einen Akkord eint sind eines: ihre Namen.

Erstgenannte, eine Dame von Welt - Interesse in Tanz, Theater und Poesie - teilt sich ihren baskischen Namen mit einer Schule sowie einem See in einer amerikanischen Stadt, welche wiederum ausschließlich aus einem Namen, diesmal germanischen Ursprunges, besteht.

Der Kondukteur wiederum hieß einfach nur Hans. Zumindest laut seinem Namensschild, womit er sich entweder zu drittklassigen Schauspielerinnen wie Madonna und Cher gesellt, seine bisherige Berufslaufbahn als Frisör oder in einem etwas horizonaleren Gewerbe verlebte oder auch ganz einfach nur der erste seiner Art ist. Und kein [männlicher Vorname]son, wie etwa der hier.

Zu guter letzt wäre dann auch noch die Zughaltestelle, an der nicht mal Regionalzüge noch Halt machen, wobei sie doch so einen klingenden und vertrauten Namen hätte. Und Gaslight Anthem Fans aufleuchten lässt.

Doch wie es die Bauweise eines Nerdhirnes halt nun mal mit der Buchstabenwelt hält, hält das Interesse gegenüber dieser meistens nur solange an bis es 10 vor 2 ist. Bzw. 10 vor 14 Uhr. (Von mir aus auch 10 nach 10.) Wurde auch stehts behauptet, dies sei eine optisch schöne Uhrzeit, fühle ich mich von dieser einfach nur frech angegrinst und stelle selbst Überlegungen an, wie eine ästhetische Uhrzeit wohl auszusehen hätte. Die Uhrzeiger müssten dazu wohl - klassisch - in einem Winkel von 222,5 Grad zueinander stehen, wobei es nicht reichen würde, die zwei Zeiger wahllos in diesem Winkel auf eine Uhr zu pappen, nein, es müsste auch bedacht werden, dass jede halbe Minute der Stundenzeiger die Distanz eines Grades der gedachten Uhr zurücklege während der Minutenzeiger unermüdlich in dieser Zeit 3 Grad hinter sich ließ. Mit anderen Worten, die gezeigte Uhrzeit solle nicht nur optisch schön, frech grinsend oder sonst was sein, sondern auch sinnhaft und möglich.

Lösungsvorschläge sind gern gesehen.
Und nach 2 Tagen vollkommenen Stillstandes werfe ich morgen wieder in einen Zug. Yeah.

1) No one lives forever, Monolith Productions 2000

1 Kommentar:

Steven D. Quaid hat gesagt…

Wiewohl ich mutmaße, dass sogar du selbst ausgeprägte Schwierigkeiten hast, dem hier Gebotenen zu folgen, nehme ich die Herausforderung an, deinen Beiträgen auf regelmäßiger Basis Zeit zu widmen.