Noch nicht so ganz genesen sitze ich Substandard-Leibnitz-Butterkeks einmal mehr, Die Kreuzen hörend, in einem Zug nordwärts um die Tage meines kurzfristigen Österreich-Intermezzos hinter mich zu lassen. Ich war für einige Tage zurückgekehrt um eine herzerwärmende "Wos mochstn du scho wieda do?"-Freude in die Gesichter loyaler Schlachthofbesucher zu zaubern. Die erwähnte Zeitspanne wurde zudem mit Lagerfeuer-für-Arme-Lagerfeuerromantik und einen Zwischenstopp in Berlin zum Gemüte führen guter Musik abgerundet.
Denkwürdig waren diese Tage auch aufgrund neu angehäufter Erkenntnisse über das wahre Fassungsvermögen meines Hoodies, nach Zahnarzt riechende Bauchnabelpiercings, die schier unglaubliche Nutzlosigkeit von Paprikaentkernern und die gewonnene Gewissheit dass Gaslight Anthem wirklich die beste Band der momentanen Welt sei.
Und hier, werter Leser, sei es Ihnen ans Herz gelegt, dass, sollten Sie Anhänger erwähnter Musikgruppe sein, Sie mit dem Lesen aufhören - es würde Sie nur wütend machen.
Dann halt nicht.
Um nachfolgendes Konzert"review" kürzer zu gestalten, wäre es vermutlich einfacher die Mängel, anstatt der Komponenten welche einfach perfekt gepasst hatten, aufzuzählen. Dennoch: perfekter Sound, enthusiasmiertes Publikum, sympatischster Frontman1, beste Liedauswahl (ein Unterfangen, welches bei 90 Minuten On-Stage Time ohnehin kein besonders schwerer Wurf mehr darstellte) und vom Seele-aus-dem-Leib-brüllen zu Woody, Contender oder '59 Sound (um nur einige zu nennen) bis hin zu den ersten Tränen seit langer Zeit auf einer Show (der Herr da war der Letzte der mich gefährlich nah daran geführt hatte) zu Blue Jeans waren alle Gefühlsausbrüche vertreten.
Kurz und Gut: Beste Show des Jahres - egal was noch komme.
1) <3
Sonntag, 31. August 2008
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